Ist das Kautionssparbuch noch zeitgemäß?

Ist das Kautionssparbuch noch zeitgemäß?

Das Kautionssparbuch ist nach wie vor eine der verbreitetsten Arten der Hinterlegung einer Mietkaution. Das ist insofern verwunderlich, als diese Form der Geldanlage derzeit kaum Zinsen bringt. Obendrein gibt es inzwischen Möglichkeiten, eine Mietsicherheit zu hinterlegen, die die Liquidität des Mieters weitgehend unangetastet lassen.

Handhabung

Ein Sparbuch bietet zwar kaum Rendite, ist aber auch eine sehr sichere Anlageform.

Im Regelfall eröffnet der Mieter das Mietkautionssparbuch persönlich bei der Bank und zahlt darauf die Kaution ein – entweder im Ganzen oder in drei Monatsraten. Danach sperrt die Bank das Sparbuch und der Mieter überreicht dieses dem Vermieter.

Wird das Mietverhältnis beendet und es bestehen keine zu sichernden Ansprüche mehr, wird das Guthaben nach Einwilligung des Vermieters an den Mieter zurückgezahlt. Dies kann nun eine geraume Zeit dauern, da dem Vermieter ein Prüfungsrecht nach Beendigung des Mietverhältnisses zusteht. Vereinzelt geht die Rechtsprechung von einem Prüfungszeitraum von bis zu sechs Monaten aus. Sollte eine Nebenkostenabrechnung noch offen sein, kann sich dieser Zeitraum sogar deutlich verlängern. Hierbei ist allerdings der Einbehalt der Kautionssumme nur in Höhe der zu erwartenden Nachzahlung als Sicherungsmittel zulässig.

Zinsen

Egal wo man sucht, das derzeitige Zinsniveau ist äußerst gering. Geht man beispielsweise von einem Zinssatz für ein klassisches Sparbuch von etwa 0,03 % jährlich aus, erhält man bei einer möglichen Kautionssumme in Höhe von 2.100,- Euro lediglich 0,63 Euro Zinsen im Jahr. Trotzdem muss der Mieter hierfür Zinsabschlagssteuer zahlen, sofern er keinen Freistellungsauftrag erteilt hat.

Alternative

Die Mietkautionsbürgschaft ist eine moderne  Alternative zur Kaution auf dem Sparbuch. Man muss nicht länger unnötig Bargeld binden und schließt stattdessen einfach eine Mietkautionsversicherung ab.

Mit Abschluss der Versicherung wird eine Bürgschaftsurkunde ausgestellt. Diese Urkunde ersetzt die sonst übliche Mietkautionszahlung an den Vermieter sobald dieser die Urkunde in Händen hält. Läuft das Mietverhältnis reibungslos, ist allein ein geringer jährlicher Beitrag zu zahlen. Nur im Schadenfall, ist die von der Versicherung an den Vermieter ausgezahlte Summe, vom Mieter zu begleichen.

So bleibt der Mieter liquide und kann sein Geld für anstehende Umzugskosten einsetzen.

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