Kleinreparaturen – Rechte und Pflichten.

Kleinreparaturen im Mietrecht.

Ob es ein zerbrochener Lichtschalter, ein verkalkter Wasserhahn oder Reparaturen an eingebauten Elektrogeräten sind – Reparaturen sind grundsätzlich die Sache des Vermieters. Es sei denn, im Mietvertrag gibt es die Kleinreparaturklausel. Diese kann, wenn sie rechtlich wirksam formuliert ist, den Mieter verpflichten, kleine Reparaturen bezahlen zu müssen. Dabei geht es bei Kleinreparaturen tatsächlich nur um das Beheben von kleinen Schäden. Reparaturen anderer Art sind immer Sache des Vermieters.

Mieter-Tipps für Kleinreparaturen.

Kleinreparaturklauseln in einem Mietvertrag sind nur dann gültig, wenn sie einen Höchstbetrag pro Reparatur und einen Jahreshöchstbetrag enthalten. Außerdem kann die Kleinreparaturklausel nur dann herangezogen werden, wenn es sich um Gegenstände handelt, die auch tatsächlich ständig vom Mieter genutzt werden. Für Reparaturen außerhalb der gemieteten Wohnung, wie zum Beispiel Beschädigungen an der Haustür oder Außenlichtschalter, gilt die Kleinreparaturklausel nicht.

Mieter-Fallen bei Kleinreparaturen.

Wenn die Reparaturkosten die im Mietvertrag festgesetzte Obergrenze  überschreiten, dann ist der Vermieter verpflichtet, die Reparatur zu bezahlen. Er darf vom Mieter keinen „Anteil“ verlangen.
Sollte eine derartige anteilige Beteiligung im Mietvertrag stehen, ist diese Klausel ungültig. Ebenso darf der Mieter nicht von sich aus Reparaturen ausführen oder Handwerker beauftragen. Das ist Sache des Vermieters. Tut der Mieter es dennoch, haftet er unter Umständen für Handwerkerfehler. Ausnahmen sind sogenannte „eilbedürftige Reparaturen“ wie ein Wasserrohrbruch nachts oder am Wochenende, wenn der Vermieter nicht erreichbar ist.

Viele Kleinreparaturen gehen auch ins Geld?

Es ist nicht zulässig, dass ein Vermieter immer wieder mit Forderungen bis zur Obergrenze einer Kleinreparatur auf den Mieter zukommt. Die jährliche Gesamtbelastung des Mieters durch Kleinreparaturen ist gesetzlich auf maximal 6 bis 8 Prozent der Jahreskaltmiete begrenzt. Gibt es im Mietvertrag keine Kleinreparaturklausel, darf der Mieter gar nicht zur Übernahme von Reparaturkosten herangezogen werden.