Lärm

Lärm – Rechte und Pflichten von Vermietern

Lärm im Mietrecht

Jeder Mieter möchte ruhig wohnen. Nur will nicht jeder sich auch entsprechend ruhig seinen Nachbarn gegenüber verhalten. Kinder machen Krach, Tritte auf Laminatböden können unangenehm sein, und wehe, es spielt jemand Klavier. Gibt es in einem Mietverhältnis Probleme mit Lärm, so kann das verschiedene Auswirkungen für den Vermieter haben. Er muss sich um Beschwerden kümmern, als Vermittler auftreten, oder muss im Extremfall sogar einem uneinsichtigen Mieter kündigen. Alle Maßnahmen ergeben sich zum Teil aus Rechtsnormen. Zum überwiedengen Teil jedoch aus Urteilen der aktuellen Rechtsprechung.

Vermietertipps bei Lärm

Wichtig sind beispielsweise Vereinbarungen von Ruhezeiten in den Hausordnungen, die auf dieses Thema eingehen und für alle Mietparteien gelten. Vermieter können darüber hinaus bei Bau oder Renovierung bereits auf die mindestens vorgeschriebene Trittschutzdämmung und die Lärmschutzdämmung bei Fenstern und Türen achten. Durch geeignete Wandverkleidungen, Bodenbeläge oder Begrünung können Lärmprobleme im Vorfeld gelindert oder ganz verhindert werden.

Vermieterfallen bei Lärm

Auch wenn Sie einem Mieter im Mietvertrag beispielsweise mehr Übungsstunden für sein musikalisches Hobby oder gar den Beruf zugestehen, können sich die anderen Mieter dagegen zur Wehr setzen. Für sämtliche Mieter gelten die Vorgaben der Ruhezeiten und die Rechtsprechung zu Lautstärke und zur Dauer des Lärms bei verschiedenen Instrumenten und Übungsniveaus.

Wenn der Lärm unerträglich wird

Ein Vermieter muss für die störungsfreie Wohnmöglichkeit seiner Mieter sorgen. Wenn sich Mieter über den Lärm von Nachbarn beim Vermieter beschweren, sollte der Vermieter dies ernst nehmen. Kann ein belästigter Mieter nämlich dauerhaften Lärm zu ungebührlichen Zeiten nachweisen, zum Beispiel anhand eines Lärmprotokolls, hat er die Möglichkeit, zu klagen und eine angemessene Mietminderung vorzunehmen. Es ist hier nicht relevant, dass der Vermieter den Lärm nicht verursacht. Unternimmt der Vermieter nichts, kann der Mieter sogar einklagen, dass der Mietvertrag des Lärmverursachers gekündigt wird oder selbst fristlos kündigen und ausziehen.