Heizen und Lüften - Tipps der Moneyfix Mietkaution

Heizen und Lüften. Ein stetiges Thema zur kalten Jahreszeit.

Generell ist das Thema Heizen und Lüften im Mietrecht ein weitreichendes Thema. Angefangen bei der Heizpflicht, über das Heizen und Lüften an sich, die Schimmelbildung, Bausubstanzschäden durch Frost, gesundheitliche Beeinträchtigungen, um nur einige Punkte zu nennen.

Bevor wir auf die Tipps zum Heizen und Lüften eingehen ist grundsätzlich festzuhalten, dass Mieter und Vermieter einer Heizpflicht unterliegen. Diese ergibt sich zwar nicht unmittelbar aus einem Gesetz, tritt jedoch im Rahmen einer Haftung mittelbar ein. Nämlich dann, wenn der Mieter durch fehlerhaftes Heizungs- und Lüftungsverhalten Schäden verursacht und dadurch zum Beispiel schadenersatzpflichtig wird.

Mitunter muss es noch gar nicht zu einem Schaden gekommen sein, dass der Mieter mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat. In einem Verfahren vor dem Landgericht Hagen Az.: 10 S 163/07 wurde entschieden, dass ein Vermieter das Recht zur ordentlichen Kündigung hat, wenn sein Mieter sich als beharrlicher Nicht-Heizer erweist und hieraus Schäden drohen.

Allerdings unterliegt auch der Vermieter einer Heizpflicht. Muss er doch dafür Sorge tragen, das die  Raumtemperatur einer Mietwohnung tagsüber von mindestens 20 bis 22 Grad erreicht werden kann. Die Gradwerte können Nachts leicht nach unten abweichen. Ist die Wohnung nicht ausreichend beheizbar, kann der Mieter die Miete angemessen mindern.

Heizkosten sparen und richtig Lüften.

Nun zu den wertvollen Tipps zum Heizen und Lüften der Moneyfix Mietkaution.

Heizen

  • Heizkörper regelmäßig entlüften.
  • Nicht zu viel und nicht zu wenig heizen. Sinkt die Temperatur zu stark kann sich Schimmel bilden, der Gesundheitsrisiken birgt. 17 °C Raumtemperatur und  15 °C Flurtemperatur sind nach einer Empfehlung des Bundesumweltministeriums als Mindesttemperatur anzusetzen. Hingegen kann zu starkes Heizen unnötig teuer werden und die Atemwege durch zu trockene Luft belasten.
  • Auch bei Abwesenheit die Heizung nicht ganz abstellen.
  • Stetiges hoch und runter Regulieren der Heizung ist teurer als die gewünschte Raumtemperatur zu Halten.
  • Türen zu kühleren Zimmern  geschlossen halten.
  • Kühle Zimmer nicht über andere Zimmer mit heizen. Sonst kann die warme, feuchte Luft an der kalten Zimmerwand kondensieren.

Lüften

  • Dauerkippstellung vermeiden, diese verschwendet nur Energie.
  • Fenster über Nacht geschlossen halten, sonst verschwendet auch das Energie.
  • Stoßlüften mehrmals täglich mindestens 5 bis 10 Minuten im Winter durch gleichzeitiges Öffnen aller Fenster. Durchzug ist hierbei ideal, jedoch Vorsicht, das hier nicht´s zu Bruch geht. Im Sommer ist ein längeres Lüften nötig.
  • Je kälter es draußen ist desto kürzer muss gelüftet werden, da sich die Luft schneller austauscht.
  • Bei Abwesenheit unter Tags reicht ordentliches Lüften am Morgen und am Abend.
  • Auch bei Regen lüften, sofern es nicht rein regnet.
  • Auch selten genutzte Räume regelmäßig lüften.
  • Zusätzlich lüften, wenn Wasserdampf entsteht (beim Kochen, nach dem Duschen, beim Wäschetrocknen, Bügeln – auch ohne extra Dampf) oder wenn Sie mit geruchsintensiven Stoffen arbeiten.
  • Beim Heizen und Kochen mit Kohle oder Gas sowie beim Gebrauch von Kaminöfen ist zwingend auf einen stetigen Luftaustausch zu achten.
  • Wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet werden muß, ist dieses Zimmer entsprechend öfter zu lüften und die Zimmertüre geschlossen zu halten.
  • Während des Lüften Thermostate herunter drehen. Auf eine Drosselung des Thermostates während der Lüftung sollte bei einer Fußbodenheizung verzichtet werden, da diese deutlich träger reagiert.
  • Nicht von einem Zimmer in ein anderes, sondern nach draußen lüften.
  • Türen und Fenster können Mieter bei Bedarf mit selbstklebenden Isolierbändern abdichten. Der Mangel muss jedoch vorher dem Vermieter unverzüglich angezeigt werden, da dieser ein Recht auf Nachbesserung hat.
  • Bei gut isolierenden Fenstern öfter Lüften.
  • Möbel oder Vorhänge nicht direkt vor der Heizung platzieren, da sich so die Wärme staut und nicht ordentlich verteilt.
  • Große Möbelstücke nicht direkt an die Wand stellen, damit ausreichend Luftzirkulation auch hinter den Gegenständen gegeben ist.

Fortsetzung Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen. Siehe auch „Richtiges Lüften von Kellerräumen.“ und „Treppenhaus lüften.“

Viel Spaß bei der Umsetzung!